Jahreshauptversammlung beim Förderkreis der Kreisklinik Roth

v.l.n.r. hinten: Norbert Bickel, Richard Erdmann, Inge Amann, Robert Scherbel, vorne: Dr. Daniela v. Schlenk, Anton Nagel, Nadine Ortner
v.l.n.r. hinten: Norbert Bickel, Richard Erdmann, Inge Amann, Robert Scherbel, vorne: Dr. Daniela v. Schlenk, Anton Nagel, Nadine Ortner

Ein straffes Programm, das der Förderkreis der Kreisklinik Roth bei der Jahreshauptversammlung aufgeboten hat. Neben Entlastung und Erweiterung des Vorstandes referierten Geschäftsleitung und Chefärzte Highlights und Interna aus der Kreisklinik.

 

Trotz Hitze und drohendem Unwetter konnte Vorstandsvor-sitzender Anton Nagel vor vielen Mitgliedern die Versammlung eröffnen. Landrat Ben Schwarz freute sich über „engagierte Zuhörer“ und betonte: „Ich habe zwar noch nicht den Erfahrungsschatz des Altlandrats Herbert Eckstein, aber ich arbeite daran und stelle mir eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Förderkreis vor.“

 

Vorstandsvorsitzender Anton Nagel wies in seinem Rechenschaftsbericht auf Aktivitäten und Unterstützungs-maßnahmen des vergangenen Jahres hin. So etwa die Hilfe und Unterstützung bei der Betreuung von Demenzkranken. Pflegeleiter Dieter Debus bestätigte die gewinnbringende soziale Begleitung des Förder-kreises.

 

Dass der Verein mit knapp über 900 Mitgliedern auf gesunden Füßen steht, betonte Schatzmeister Norbert Bickel. Allerdings dürfe man sich darauf nicht ausruhen. Er appellierte an Chefärzte und Mitglieder, für den Verein zu werben. „Wir haben in 28 Jahren Förderkreis die Kreisklinik mit 927.808 Euro unterstützt. Wir wollen im 30. Jahr die Million vollkriegen!“

 

Das Jahr 2022 wurde mit einem Kontostand von 65.917 Euro abgeschlossen. Ein Schwerpunkt bei der Förderung war die Unterstützung der Palliativstation. „Zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ein deutliches Signal.“ Der derzeitige Kontostand von 95.113 Euro gibt Raum für die Anschaffung von hochtech-nischen Geräten wie für ein neues Endoskopiegerät, das mit Hilfe der KI die Darmkrebsfrüherkennung revolutioniert. Chefarzt Dr. Andreas Stegmeier schwärmte: „Die Zukunft hat begonnen!“

 

Udo Wehrmann, der mit Richard Oppelt die Kasse geprüft hatte, bescheinigte dem Schatzmeister exzellente Kontoführung. Der gesamte Vorstand wurde einstimmig entlastet.

 

Dr. Rüdiger Dietel leitete die Wahl zur Erweiterung des Vorstands. Robert Scherbel wurde einstimmig als Pressereferent und sechstes Mitglied in das Führungsgremium gewählt. Einstimmigkeit gab es auch bei zwei neuen Beiräten. Dr. Thomas Krüger und Altlandrat Herbert Eckstein, der nun nicht mehr qua Amt dabei ist, ergänzen das Team. Landrat Ben Schwarz tritt die Nachfolge von Herbert Eckstein an.

 

Digital spazierte Vorständin Nadine Ortner mit den Mitgliedern durch den Neubau und untermalte mit Fotos, wie sich der Neubau kurz vor der Inbetriebnahme patientennah und medizinisch gelungen mit großzügigen, lichtdurchfluteten Räumen und modernsten medizinischen Einrichtungen präsentiert.

 

Chefarzt Dr. Rolf Reinhold stellte sein kompetentes Team und seinen orthopädischen und unfallchirurgischen Arbeitsbereich kurzweilig vor. Ein Schwerpunkt natürlich die Prothetik: „Am Tag setzen wir im Schnitt zwei künstliche Gelenke ein.“  Daneben ist die Fußchirurgie eines seiner Spezialgebiete. Engen Kontakt sucht er nicht nur zum Pflegepersonal und zu seinen Ärzten, wichtig ist ihm auch der Austausch mit den niederge-lassenen Ärzten, mit denen er im November einen Kongress abhält. 140 Anmeldungen gibt es bereits. Sein Wahlspruch: „Man muss wissen, was man kann, aber noch wichtiger, was man nicht kann.“

 

Seit ein paar Monaten ist Dr. Thomas Ruppert Chefarzt in der Kardiologie. Erstaunlich das Leistungsspektrum, das er mit seinen Ärzten anbietet. Schwerpunkte sind neben der wohnortnahen Schlaganfallversorgung das Einsetzen von Schrittmachern und Defibrillatoren. Thomas Ruppert verhehlt nicht, dass es schwer ist, Personal zu rekrutieren. Dabei ist es unverständlich, „dass eine bestens ausgebildete marokkanische Ärztin noch keine Arbeitserlaubnis bekommt“. Den guten Ruf der Kreisklinik will er mit seinem Team auf jeden Fall erhalten und stärken, nach dem Motto: „Da kannst du hingehen in die Kreisklinik.“

 

Anton Nagel versprach in seinem Ausblick, dass der Förderverein weiter so aktiv bleibt und das Ohr am Patienten und an der Klinik hat: „Es gibt Sinn, Mitglied im Förderverein zu sein und zu werden.“

 

 

Bericht: Robert Scherbel

Foto: Claudia Weinig

 

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