In der Notfallversorgung der Kreisklinik soll es laut Rupp ab März eine wesentliche Verbesserung geben. Im Gebäude der Klinik, direkt neben der Notaufnahme, werde eine Bereitschaftsdienstpraxis eingerichtet. Somit bestehe künftig für alle Bürger, die außerhalb der regulären Sprechstunde der niedergelassenen Ärzte eine ärztliche Versorgung benötigen, die Möglichkeit, sich in den Räumen der Kreisklinik behandeln zu lassen. Mit der Trennung von schweren und leichteren Notfällen will man das Personal der klinikeigenen Notaufnahme entlasten und die Wartezeit der Patienten verkürzen.


Nach der Inbetriebnahme der klinikeigenen Palliativstation vor elf Jahren werde künftig auch für ambulante Palliativpatienten das Versorgungsnetz im Landkreis deutlich verbessert, sagte Rupp. Nach der Gründung der Südfranken eG durch das Klinikum Altmühlfranken, der Kreisklinik Roth und den beiden Hospizdiensten, startete zum 1. Januar in beiden Landkreisen die "Spezialisierte Patientenversorgung".


Zu den Investitionen sagte Rupp, dass im vergangenen Jahr erheblich in Brandschutzmaßnahmen geflossen sei. Insgesamt wendete die Klinik zuzüglich der Restarbeiten rund eine Millionen Euro auf. Als größte Herausforderung der nächsten zehn Jahre bezeichnete er den anstehenden Klinikneubau. Nach Fertigstellung des Neubaus soll der alte Klinikbereich in mehreren Bauabschnitten saniert werden. Das gesamte Bauvorhaben sei mit 115 Millionen Euro veranschlagt, wovon der Landkreis Roth ein Drittel der Baukosten tragen werde.


Der Vorsitzende des Förderkreises Anton Nagel blickte mit "viel Dankbarkeit" auf die vergangenen Jahre zurück. Im Jubiläumsjahr habe der Förderkreis Dank der Galaveranstaltung erhebliche Einnahmen erzielen können. "Alle Künstler traten erfreulicherweise unentgeltlich auf und dank der Spenden im vergangenen Jahr konnte der Förderkreis eine Fortbildungsmaßnahme für die Mitarbeiter der Notaufnahme finanzieren."


Weiter berichtete er von der Begeisterung Eckersmühlener Grundschüler, die sich an einem Projekttag in der Kreisklinik über die Funktionalität eines Krankenhauses informierten. Dazu bedanke er sich ausdrücklich bei allen Organisatoren für die Unterstützung. Nagel verwies auch auf den kostenfrei produzierten Song des Förderkreises, der als CD und im Internet vermarktet wird. Als "einmalig" bezeichnete Nagel das vom Förderkreis finanzierte "Demenzprojekt" in der Kreisklinik Roth.


Schatzmeister Norbert Bickel präsentierte die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Besonders bedankte er sich bei Anton Nagel für dessen großen Einsatz bezüglich der Künstler an der Jubiläumsgala: "Nur durch sein großes Engagement konnte diese Veranstaltung zu einem so großen Erfolg für den Förderkreis werden." Bickel informierte auch, dass bereits 50 000 Euro für das Demenzprojekt sowie für eine größere Summe für ein neues medizinisches Gerät zurückgestellt wurden.


Bei den Vorstandswahlen wurden einstimmig und per Handzeichen Vorsitzender Anton Nagel, seine Stellvertreter Richard Erdmann und Daniela von Schlenk sowie Schatzmeister Norbert Bickel und Schriftführerin Inge Amann gewählt beziehungsweise im Amt bestätigt. Nicht mehr zur Wahl stellte sich Gredings Bürgermeister Manfred Preischl, an dessen Posten nun Daniela von Schlenk bekleidet.


Bei den Beiräten ergaben sich mehrere Veränderungen. Neben den festen Beiräten Landrat Herbert Eckstein, Klinikchef Werner Rupp sowie den Chefärzten Asshoff, Lienhardt W. Schimmel und Albert Götz wurden gewählt: Dieter Debus, Rüdiger Dietel, Markus Mahl, Peter Goertz, Erwin Grassl, Karlheinz Walter, Georg Peter, Maximilian Peschke, Monika Weiß, Karin Halbig, Uwe Feser, Claudia Weinig, Robert Scherbel und Rainer Hofmann.

Foto: v.l.n.r.
Richard Erdmann, Inge Amann, Professor Dr. med. Thomas Kraus, Anton Nagel, Norbert Bickel, Werner Rupp, Dr. Daniele von Schlenk